Ausgewählte Daten der Aufführungen bei den Dionysien:
536-533 v. Chr.
Aufführung der ersten Tragödie durch
Thespis aus
Ikaria mit ihm als einzigem Schauspieler.
Quellen:
Drakon von
Lampsakos, Scholion des Hermogenes (hrsg. von H. Raabe, Aus Rhetoren-Handschriften, Rheinisches Museum für Philologie 63, 1908, 150; TrGF I 1 Thespis T 1,2).
Marmor Parium (abgefaßt um 260 v. Chr.) IG XII 5,444 A 43 (
PHI).
http://www.hs-augsburg.de/~Harsch/graeca/Chronologia/S_ante03/MarmorParium/mar_pari.html#B:
ἀφ' οὗ Θέσπις ὁ ποιητὴς [ὑπεκρίνα]το πρῶτος, ὃς ἐδίδαξε [δρ]ᾶ[μα ἐν ἄ]στ[ει, καὶ ἆθλον ἐ]τέθη ὁ [τ]ράγος, ἐτη ΗΗ/Η[ΔΔ .], ἄρχοντος Ἀθ[ήνη|59|σι] . . . ναιου τοῦ προτέρου.
Übersetzung:
„Seitdem als erster der Dichter Thespis, der ein Drama in der Stadt aufführte, als Schauspieler auftrat und als Kampfpreis der Bock ausgesetzt wurde, sind es 271 Jahre. Archon in Athen war […]naios, der Ältere.“
Diogenes Laertius III 56:
„So gab es in der früheren Zeit in der Tragödie nur einen Chor allein als Darsteller. Später fügte Thespis einen einzelnen Schauspieler hinzu, um dem Chor eine Unterbrechung einzuräumen, und Aischylos einen zweiten, einen dritten Sophokles und so vervollständigte er die Tragödie … Thrasylos sagt, daß er die Dialoge in tragischen Tetralogien veröffentliche, wie jene mit 4 Dramen in Wettbewerb treten – bei den Dionysien, Lenäen, Panathenäen und Chytren. Das Vierte davon war ein Satyrspiel. Die 4 Dramen zusammen werden Tetralogie genannt.“
Literatur: P. Ghiron-Bistagne, Recherches sur les acteurs dans la Grèce antique (Paris 1976) 22; H.-D. Blume, Einführung in das antike Theaterwesen (Darmstadt 1978) 77; A. Chaniotis, Historie und Historiker in den griechischen Inschriften, Heidelberger Althistorische Beiträge und Epigraphische Studien 4 (Stuttgart 1988) 87 ff. (Marmor Parium); I. Nielsen, Cultic Theatres and Ritual Drama Arhus Studies in Mediterranean Antiquity 4 (Aarhus 2002) 113; E. Pöhlmann, Die Anfänge der Tragödie und Komödie in Athen, in: S. Moraw - E. Nölle (Hrsg.), Die Geburt des Theaters in der griechischen Antike (Mainz 2002) 19 f.; B. Seidensticker, Das antike Theater (München 2010) 38 ff.
509 oder 508 v. Chr.
Aufführung des ersten dithyrambischen Männerchores durch Hypodikos.
Quelle:
Marmor Parium IG XII 5, 444 A 46 (
PHI):
ἀφ' οὗ χοροὶ πρῶτον ἠγωνίσαντο ἀνδρῶν, ὃν (?) διδάξας Ὑπό[δι]κος ὁ Χαλκιδεὺ[ς] ἐνίκ[α], ἔτη ΗΗΔΔΔΔ/ΔΙ, ἄρχοντος Ἀθήνησιν Λυσαγόρου.
Übersetzung:
“Seitdem erstmals die Chöre der Männer einen Agon ausführten, den Hypodikos aus Chalkis gewann, sind es 248 Jahre, unter dem Archonten Lysagoras (Isagoras) in Athen.“
Literatur: A. Wilhelm, Urkunden dramatischer Aufführungen in Athen (Wien 1906) 12; FrGHist, ed. F. Jacoby (Berlin 1929) 239 mit Kommentar S. 692; P. Ghiron-Bistagne, Recherches sur les acteurs dans la Grèce antique (Paris 1976) 21 f.; 24 f.
493 v. Chr.
Aufführung »Der Fall Milets« des Dichters Phrynichos.
Quelle:
Herodot VI 21:
„Anders handelten die Athener. Sie gaben ihrem Schmerz über den Fall Milets (durch die Perser im Jahre 494 v.Chr.) auf verschiedene Weise Ausdruck. So dichtete Phrynichos ein Drama »Der Fall Milets«. Als es zur Aufführung gelangte, weinten alle Hörer im Theater. Phrynichos mußte 1000 Drachmen Strafe zahlen, weil er das Unglück ihres eigenen Stammes wieder aufgerührt hatte. Weiterhin bestimmten die Athener, niemand dürfe mehr dieses Drama aufführen." (Übers. J. Feix)
Literatur: A. Schmölder-Veit, Polis und Theater, in: S. Moraw – E. Nölle (Hrsg.), Die Geburt des Theaters in der griechischen Antike, Ausstellungskatalog München 2002 (Mainz 2002) 97.
486 v. Chr.
Erste Aufführung einer Komödie, bei welcher Chionides siegte.
Quelle:
Die Siegerliste vom Südhang der Akroplis IG II/III2 2325 II Col. 1, 41 ist hierbei unvollständig:
„ Während Telesinos Archont war, fand erstmals eine Komödie statt […] der Knabenchöre […] war Chorege […] der Männerchöre […] war Chorege […] im Agon der Komöden […] war Chorege […] Chionides war (siegreicher) Didaskalos …“,kann aber durch eine Notiz bei Suidas s. v. Χιονιδης: „Athener, Komödiendichter der Alten Kommödie, der auch als der Erste der alten Komödiendichter angesehen wird, gab seine Aufführung im 8. Jahr vor den Persern.“
und Aristoteles ∨ ∨ ergänzt werden.
Literatur: R. Kassel - C. Austin (Hrsg.), Poetae Comici Graeci (1983) IV Chionides T 1; P. Ghiron-Bistagne, Recherches sur les acteurs dans la Grèce antique (Paris 1976) 22-25; H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 8 f.
484 v. Chr.
Erster Sieg des
Aischylos im Tragödienwettbewerb.
Quelle:
Die Siegerliste vom Südhang der Akroplis IG II/III2 2325 I col. I 1.nennt Aischylos und kann durch eine Partie im Marmor Parium ep. 50 ergänzt werden:
„Während des Archontas des Philokrates […] der Knabenchöre […] war Chorege […] der Männerchöre […] war Chorege […] im Agon der Komöden […] war Chorege […] war (siegreicher) Didaskalos (d.h. Übungsleiter) […] im Agon der Tragöden […] Aischylos (siegreicher) Didaskalos.“
Literatur: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 9.
472 v.Chr.
Sieg des Aischylos mit der Tragödie »
Die Perser«.
468 v.Chr.
Erste Teilnahme und erster Sieg des
Sophokles.
Quelle:
Plutarch, Kimon 8:
„Zu seinem Ruhme bestellten sie auch das berühmt gewordene Gericht über die tragischen Dichter. Denn als Sophokles, noch jung, sich zum ersten Male an der Tragödienkonkurrenz beteiligte und beim Publikum sich Spannung und Parteiungen gebildet hatten, da bestimmte der Archon Apsephion die Kampfrichter nicht durch Los, sondern als Kimon und seine Mitfeldherren ins Theater kamen und dem Gott die hergebrachten Trankopfer darbrachten, ließ er sie nicht gehen, sondern verteidigte sie und nötigte sie, sich niederzusetzen und das Urteil zu sprechen, alle zehn, je einer von jeder Phyle. So wurde der Wetteifer auch durch das Ansehen der Kampfrichter zu höchster Leistung angespornt, und als Sophokles den Preis erhielt, betrübte und kränkte dies Aischylos schwer, so wird berichtet, und er blieb nicht mehr lange in Athen, sondern reiste voll Zorn nach Sizilien, wo er auch gestorben ist und bei Gela begraben liegt." (Übers. K. Ziegler)
467 v. Chr.
Sieg des Aischylos.
Quelle:
IG II 1193; IG II/III2 2853, 21-32:
„ Während Theagenides Archon war, (Sieger) der Dichter Aischylos mit dem Schauspiel »Laios«, mit dem Schauspiel »Ödipos«, mit dem Schauspiel »
Sieben gegen Theben« und dem Satyrspiel »Sphinx«, zweiter war Aristias mit den Stücken seines Vaters Pratinas, nämlich dem Schauspiel »Perser«, dem Schauspiel »Tantalos«, dem Satyrspiel »Palaistai« (Ringer), dritter war Polyphrasmon“.
Literatur: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 85; R. Krumeich – N. Pechstein – B. Seidensticker (Hrsg.), Das griechische Satyrspiel. Texte zur Forschung 72 (Darmstadt 1999) 189; E. Pöhlmann, Die Anfänge der Tragödie und Komödie in Athen, in: S. Moraw - E. Nölle (Hrsg.), Die Geburt des Theaters in der griechischen Antike (Mainz 2002) 21 ff.
463 v. Chr.
Sieg des Aischylos mit der Tragödie »Die Schutzflehenden«.
458 v. Chr.
IG II/III2 2318, col. II b,41-51, sog. „fasti“:
„Während des Archontats des Philokles waren siegreich: die Phyle Oineis im Agon der Knabenchöre, Demodoros war Chorege, die Phyle Hippothontis im Agon der Männerchöre, Euktemon aus dem Demos Eleusis war Chorege, im Agon der Komödien war Eurykleides (siegreicher) Chorege, Euphronios (siegreicher) Didaskalos, im Agon der Tragödien Xenokles aus dem Demos Aphidna (siegreicher) Chorege, Aischylos (siegreicher) Didaskalos.“
Literatur zur Stelle: H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 5. 13.
449 v. Chr.
Erstmals Sieg und Preis für einen tragischen Schauspieler, den Herakleides.
Quelle:
IG II/III2 2325 Col. I p:
„Der tragischen Schauspieler: Herakleides …“
Literatur: A. Wilhelm, Urkunden dramatischer Aufführungen in Athen (Wien 1906) 9; H. J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 164 V A 2.
Ca. 443 v.Chr.
»
Antigone« des
Sophokles.
438 v. Chr.
Zweiter Platz des
Euripides mit der Tragödie »Alkestis« (
griechischer Text).
431 v. Chr.
Dritter Platz des Euripides mit der Tragödie »Medea« (
griechischer Text).
428 v. Chr.
Erster Platz des Euripides mit der Tragödie »Hippolytos« (
griechischer Text).
Quelle:
Hyp. Eur. Hippolytos:
Ἀριστοφάνους γραμμάτικον ὑπόθησις
Ἡ σκηνὴ τοῦ δράματος ὑπόκειται ἐν Τροιζῆνι. ἐδιδάχθη ἐπὶ Ἐπαμείνονος ἄρχοντος ὀλυμπιάδι πζʹ, ἔτει δʹ. πρῶτος Εὐριπίδης, δεύτερος Ἰοφῶν, τρίτος Ἴων. ἔστι δὲ οὗτος ὁ Ἱππόλυτος δεύτερος καὶ στεφανίας προσαγορευόμενος. ἐμφαίνεται δὲ ὕστερος γεγραμμένος·τὸ γὰρ ἀπρεπὲς καὶ κατηγορίας ἄξιον ἐν τούτῳ διώρθωται τῷ δράματι. τὸ δὲ δρᾶμα τῶν πρώτων.
Übersetzung:
„Die Bühne des Dramas liegt in Troizen. Es wurde unter dem Archonten Epaminondas im 4. Jahr der 87. Olympiade aufgeführt. Erster war Euripides, zweiter
Iophon, dritter
Ion. Dies war der zweite Hippolytos, welcher „Der Bekränzte" genannt wird. Es ist bekannt, dass er später geschrieben wurde: Das Unziemliche und das, was der Verurteilung wert ist, ist in diesem Drama verbessert worden. Das Drama gehört zu den besten.
Die Rollen des Dramas: Aphrodite, Hippolytos, Hausdiener, Amme, Phädra, Dienerin, Theseus, Bote, Artemis, Chor."
Literatur: E. Schwartz, Scholia in Euripidem, II (Berlin 1891; ND 1966) 2,8;
RE 6 (Stuttgart 1909) 1255 f.; 1266 s.v. Euripides (Dieterich); W.S. Barrett (Hrsg.), Euripides Hippolytos (Oxford 1964); H.J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 87 (III A 1,87). 155; M.R. Halleran, Euripides Hippolytos (Warminster 1995) 62; K. Matthiessen, Die Tragödien des Euripides, Zetemata, 114 (München 2002) 77 ff.; M. Hose, Euripides. Der Dichter der Leidenschaft (München 2008) 55-70.
423 v. Chr.
Dritter Platz des Aristophanes mit der Komödie »
Die Wolken«.
421 v. Chr.
wurde die Komödie „
Frieden“ des
Aristophanes aufgeführt und erhielt den zweiten Platz.
Quelle:
Hypothes. III Aristophanes Είρ. p. 96,48C:
„Es siegte im Drama der Dichter unter dem Archonten Alkaios bei den Dionysien: erster wurde Eupolis mit dem „Schmeichler“, zweiter Aristophanes mit „Frieden“, dritter Leukon mit den „Fratres“. Das Drama spielte der Schauspieler Apollodoros.“
Literatur:
A. Körte, Zu attischen Dionysos-Festen, Rheinisches Museum für Philologie 52, 1897, 172-174; H.J. Mette, Urkunden dramatischer Aufführungen in Griechenland (Berlin 1977) 157.
Vgl. zu Eupolis Lukian, Fischer 26-27:
„Denn das ist nun einmal die Art des großen Haufens, sie hören nichts lieber als Spotten und Satirisieren, zumal wenn es über die Dinge geht, die insgeheim für die Ehrwürdigsten gehalten werden. Gerade wie sie schon vor alten Zeiten eine so große Freude daran hatten, als ein Aristophanes und ein Eupolis unsern Sokrates auf die Bühne brachten und in gewissen abgeschmackten Komödien dem öffentlichen Gelächter preisgaben. Und gleichwohl nahmen sich jene Komödiendichter diese Freiheit nur gegen einen einzigen Mann heraus, und das an den Dionysien, wo dergleichen Possenspiele geduldet wurden, weil man sie für ein Zubehör des Festes hielt und Dionysos selbst als ein Freund vom Lachen vielleicht Gefallen daran hat.“
Zu einer Porträtherme des Eupolis aus Athen: R. Krumeich, Vergegenwärtigung einer „großen“ Vergangenheit, in: K. Junker – A. Stähli (Hrsg.), Original und Kopie – Formen und Konzepte der Nachahmung in der antiken Kunst, Akten des Kolloquiums in Berlin 17.-19. Februar 2005 (Wiesbaden 2008) 165 Anm. 27.
415 v. Chr.
Zweiter Platz des Euripides mit der Tragödie »Die Troerinnen« (
griechischer Text).
414 v. Chr.
Zweiter Platz des Aristophanes mit der Komödie »
Die Vögel«.
411 v. Chr. (?)
Aufführung von Aristophans' Komödie »
Die Thesmophoriazusen«.
405 v. Chr. (?)
Erster Platz des Euripides mit der postumen Aufführung der Tragödie »Iphigenie in Aulis« (
griechischer Text).
405 v. Chr. (?)
Erster Platz des Euripides mit der postumen Aufführung der Tragödie »Die Bakchen« (
griechischer Text).
Seit 386 v. Chr.
fanden Wiederaufführungen der „Alten Tragödien“ statt.
Quellen:
“Fasti“, Siegerliste der Tragödiendichter bei den Dionysien, IG II/III2 2318 col. VIII 201-202:
„Unter Theodotos führten die Tragödienschauspieler zum ersten Mal wieder ein Altes Drama auf.“
Vgl. Plato 700a.
Literatur: A. Wessels, Die Didaskalien der Jahre 341 bis 339 v. Chr., in: Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002 (Mainz 2002) 531 f.
Seit 339 v. Chr. Wiederaufführungen der „Alten Kommödie“.
Quellen:
“Fasti“, Siegerliste der Tragödiendichter bei den Dionysien, IG II/III2 2318 col. XII 316-318:
„Unter Theophrastos führten die Kommödienschauspieler als erstes wieder das „Alte Drama" auf.“
Literatur: A. Wessels, Die Didaskalien der Jahre 341 bis 339 v. Chr., in: Die griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit, Ausstellungskatalog Berlin 2002 (Mainz 2002) 531 f.
316/15 v. Chr. Erster Sieg des Komödiendichters Menander.
Quellen:
Marmor Parium:
ἀφ' οὗ Κάσσανδρος εἰς Μακεδονίαν κατῆλθεν, καὶ Θῆβαι οἰκίσθησαν, καὶ Ὀλυμπιὰς ἐτελεύτησεν, καὶ Κασσάνδρεια ἐκτίσθη, καὶ Ἀγαθοκλῆς Συρακουσ-|18|σ[ῶ]ν ἐτυράννευσεν, ἔτη/ΗΙΙ, ἄρχοντος Ἀθήνησι Δημοκλείδ[ου]· ἐνίκα δὲ καὶ Μένανδρος ὁ κωμοιδοποιὸς Ἀθήνησιν τότε πρῶτον.
Übersetzung:
„Seitdem Kassander in Makedonien einmarschierte und sie wieder in Theben siedelten und Olympias starb und Kassandreia gegründet wurde und Agathokles aus Syrakus Tyrann wurde sind es 52 Jahre, als in Athen Damokleides Archont war und der Komödiendichter Menander zum ersten Mal in Athen siegte.“
link zum Marmor Parium: http://www.hs-augsburg.de/~Harsch/graeca/Chronologia/S_ante03/MarmorParium/mar_pari.html#B
Literatur:
M. K. Krispi – A. Wilhelm, Ein neues Bruchstück der Parischen Marmorchronik, Athener Mitteilungen 22, 1897, 188. 200 f.
97 n. Chr., Plutarch, Tischgespräche I (quaestiones Convivales I; moralia 628a):
“Da einst Serapion wegen des Sieges, den der von ihm angeordnete Chor des leontinischen Stammes gewonnen hatte, ein Gastmahl gab, wurde auch ich als aufgenommenes Mitglied dieses Stammes eingeladen. Die Unterhaltungen, die wir über die Tische führten, waren alle von dem Feste des Tages hergenommen. Denn jeder hatte sich bei dem Wettstreit aufs äußerste angestrengt, weil alles dabei von Philopappos als König (d.i. Archon Basileus) des Festes sehr schön und prachtvoll angeordnet war, auch die Kosten für alle Stämme bezahlt worden waren. Er selbst war bei dem Gastmahl zugegen, …“
