Die zunächst ludi circenses und Gladiatorenkämpfe beihaltenden Spiele wurden seit dem Jahre 364 v.Chr. um ludi scaenici erweitert, bei denen es sich aber um rituelle Tänze handelte und nicht um dramatische Theateraufführungen. Sie wurden im September gegeben. Erst seit 240 v. Chr. änderte sich dies, als hier erstmals griechische Dramen in lateinischer Fassung von Livius Andronicus vorgeführt wurden. Griechische Bildung und die Kenntnis griechischer Mythologie gelangten ab nun in deutlich größerem Maße vor das römische Publikum. 214 erhielten die Spiele unter dem curulischen Ädil P. Sempronius Tuditanus 4-tägige ludi scaenici.

Quellen

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Cassius Dio LIII 30,6:

(5) κα ατν Αγουστος δημοσί τε θαψεν, παινέσας σπερ εθιστο, κα ς τ μνημεον κοδομετο κατέθετο, τ τε μνήμ το θεάτρου το προκαταβληθέντος μν π(6) το Καίσαρος, Μαρκέλλου δ νομασμένου τίμησεν, κα ο καεκόνα χρυσν κα στέφανον χρυσον δίφρον τε ρχικν ς τε τθέατρον ν τ τν ωμαίων πανηγύρει σφέρεσθαι κα ς τ μέσον τν ρχόντων τν τελούντων ατ τίθεσθαι κέλευσε.

„ Augustus gewährte ihm (d.h. dem Marcellus) ein Staatsbegräbnis, hielt ihm die übliche Leichenrede und ließ ihn in dem Grabmal, das eben errichtet wurde, beisetzen. Ihm zu ehrendem Gedächtnis aber vollendete er das Theater dessen Grundsteine bereits der ältere Cäsar gelegt hatte und das nun den namen Marcellustheater empfing.  Er ordnete auch an, dass an den ludi Romani ein goldenes Bild des Verewigten, ferner ein goldener Kranz sowie eine sella curulis in das Theater gebracht und inmitten der Beamten, welche die Veranstaltungen leiteten, aufgestellt werden sollten."

Literatur

H.-D. Blume, Rinführung in das römische Theaterwesen (Darmstadt 1991) 108.

R. C. Beacham, Roman theatre and its audience (London 1991) 17 f.

F. Bernstein, Ludi publici. Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung der öffentlichen Spiele im republikanischen Rom. Historia Einzelschriften 119 (Stuttgart 1998) 142 ff.; 236.

F. Graf, Religion and Drama, in: M. McDonald - J.M. Walton (Hrsg.), The Cambridge Companion to Greek and Rioman Theatre (Cambridge 2007) 57.

B. Seidensticker, Das antike Theater (München 2010) 82 ff.