weblinks:
http://it.wikipedia.org/wiki/Casa_dei_Dioscuri
Wandbild einer Komödienszene; viridarium 45, Westwand; AO: Bonn, Akademisches Kunstmuseum, Inv. E 108:
Dargestellt ist ein Streit zwischen einem alten Mann mit Krummstab, der sich heftig gestikulierend nach links wendet, wo ihm ein Sklave entgegenkommt. Rechts davon steht eine verheiratete Frau, hinter der eine geöffnete Tür sichtbar ist. Das Bild wirde mit einer Szene aus den Epitrepontes des Menander identifiziert, wo der alte Smikrines versucht, seine Tochter Pamphile zum Verlassen des Hauses ihres Mannes Charisios zu bewegen. Ein neuerer Vorschlag identifiziert die Szene mit dem Plokion des Menander, wo der Streit zwischen Moschion und seiner Frau Krobyle gemeint sei.
Literatur:
Museo Borbonico I 20;
W. Gell, Pompeiana, the topography, edifices and ornaments of Pompeii; the result of excavations since 1819, II (London 1832) 45 Abb. 76;
W. Zahn, Die schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiae: nach einigen Grundrissen und Ansichten nach den an Ort und Stelle gemachten Originalzeichnungen, III (Berlin 1852) 60;
W. Helbig, Die Wandgemälde der vom Vesuv verschütteten Städte Campaniens (Leipzig 1868) 1470; A.K.H. Simon, Comicae tabellae, Die Schaubühne: Quellen und Forschungen zur Theatergeschichte, 25 (Emsdetten 1938) 11 Nr. 7; M. Bieber, The History of the Greek and Roman Theater (Princeton 1961) 93 Abb. 327; F.H. Sandbach, Menander: a commentary (Oxford 1973) 714 ff.; Pompei. Pitture e mosaici, IV (Rom 1993) 946 Abb. 167; Pompei. Pitture e mosaici, La documentazione nell’opera di disegnatori e pittori die secoli XVIII e XIX (Rom 1995) 164 f. Abb. 29; T.B.L. Webster - J.R. Green - A. Seeberg, Monuments illustrating New Comedy, Bulletin of the Institute of Classical Studies, Suppl. 50 (London 1995 3) I 92 (XZ 30); II, catalogue S. 411 Nr. 5 NP 9; H. Mielsch, Das Akademische Kunstmuseum - Antikensammlung der Universität Bonn (Petersberg o.J., ca. 2003) 92 f. Farbabb.

- Pompeji, VI 9,6, Wandbild mit tragischer Szene, Neapel Mus. Naz. 9039.
Wandbild einer tragischen Szene; ebda. Westwand; AO: Neapel, Mus. Naz. Inv. 9039:
Dargestellt sind zwei aneinander zugewandte und aufeinander einredende Personen mit tragischen Masken, hohem Onkos und Kothurnen. Die Rechte trägt mit ihrer rechten Hand ein Krug und hat den linke Arm nach vorn ausgestreckt. Die rechte Person hebt ihren rechten Arm hoch und hält in der linken ein Wickelkind. Zumeist sieht man in ihr Auge, die das Telephoskind verbergen möchte.
Literatur:
Museo Borbonico I 21;
W. Gell, Pompeiana, the topography, edifices and ornaments of Pompeii ; the result of excavations since 1819, II (London 1832) 44 Abb. 75;
F. Wieseler, Theatergebäude und Denkmäler des Bühnenwesens bei den Griechen und Römern (Göttingen 1851) ???;
O. Jahn, Telephos und Troilos. Ein Brief an F.G. Welcker in Bonn (Kiel 1841) 52 Anm. 55;
W. Helbig, Die Wandgemälde der vom Vesuv verschütteten Städte Campaniens (Leipzig 1868) 1465; S. Reinach, Répertoire des peintures grecques et romaines (Paris 1922) 315,2; M. Bieber, Die Denkmäler zum Theaterwesen im Altertum (Berlin 1920) Taf. 58; K. Schefold, Die Wände Pompejis (Berlin 1957) 119; M. Bieber History of the Greek and Roman Theatre (Princeton 1961) 231 Abb. 773; Le Collezioni del Museo Nazionale di Napoli, I mosaici, le pitture, gli oggetti di uso quotidiano, gli argenti, le terracotte invetriate, i vetri, i cristalli gli avori (Neapel 1986) 158 Nr. 247; Pompei. Pitture e mosaici, IV (Rom 1993) 945 Abb. 166; Pompei. Pitture e mosaici, La documentazione nell’opera di disegnatori e pittori die secoli XVIII e XIX (Rom 1995) 171 Abb. 36-37; A. Seeberg, Tragedy and Archaeology, Forty Years after, Bull. of the Institute of Classical Studies 46, 2002-2003, 56 Abb. 7.
Angesichts der eindeutigen Wiedergaben von Theateraufführungen der obigen beiden Bilder stellt sich die Frage, ob die folgenden beiden Darstellungen vom Mythos der Phädra und des Hippolytos bzw. von Argus und Io nicht ebenfalls an deren Aufführungen im Theater erinnern sollten.
Wandbild mit Phädra, Hippolytos und einer Amme: ebda. Südwand:
Links sitzt Phädra auf einem Thron, rechts steht Hippolytos und im Hintergrund der Mitte die Amme. Das geläufige Bildschema gibt den Augenblick der Zurückweisung der Phädra durch ihren Stiefsohn Hippolytos wieder. Der Mythos war bereits in der erhaltenen Tragödie "Der bekränzte Hippolytos" des Euripides Gegenstand der Handlung, die im Jahre
428 bei den Dionysien in Athen aufgeführt wurde und den 1. Preis gewann. Die erste Bearbeitung des Stoffes im Stück "Der verhüllte Hippolytos" duch Euripides ist dagegen nicht erhalten. Seneca nimmt in seiner Tragödie "Phaedra" das Stück des Euripides wieder auf.
Literatur:
Museo Borbonico VIII 52;
W. Zahn, Die schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiae: nach einigen Grundrissen und Ansichten nach den an Ort und Stelle gemachten Originalzeichnungen, III (Berlin 1852) 95;
W. Helbig, Die Wandgemälde der vom Vesuv verschütteten Städte Campaniens (Leipzig 1868) 1242; S. Reinach, Répertoire des peintures grecques et romaines (Paris 1922) 210,4; Pompei. Pitture e mosaici, IV (Rom 1993) 942 Abb. 163.
Weitere Phädra-Darstellungen in der pomejanischen Wandmalerei: V 2,10 (= V 2,9-12); VI 5,2 (?), „in einem der Häuser auf der Ostseite des Vicolo di Modesto; IX 1,22 Raum x; IX 5,18 Haus des Jason, NM Neapel 114322; Pompeji, NM Neapel 20620; Herculaneum, Neapel MN 9041.
Wandbild mit Io und Argus; ebda. Nordwand; in Aquarell des Jahres 1815 erhalten:
Literatur: W. Helbig, Die Wandgemälde der vom Vesuv verschütteten Städte Campaniens (Leipzig 1868) 133; Pompei. Pitture e mosaici, IV (Rom 1993) 949 Abb. 169.


