Xanthos, Panoramabild des Theaters (Photo: Kurt Böhne)

Inschriften

Spende des Opramoas, Öffnet externen Link in neuem FensterTituli Asiae Minoris II 905, XIX B.

Beschreibung

Der Bau lehnt an einem natürlichen Hang. Unter dem heute sichtbaren römischen Theater ließen sich Reste eines hellenistischen Vorgängerbaues feststellen. Der Bau des römischen Theaters erfolgte nach dem Erdbeben 141 n. Chr. Das Proskenion ist in Gussmauerwerk erbaut, die cavea in Quadertechnik. Ein Umgang teilt sie in 2 Ränge. Durch den Umbau der orchestra zu einer Arena wurden die untersten 3 Sitzreihen abgebaut. Das Proskenion hatte eine Fassade aus 7 Türen, die scaenae frons aus 5 Türen und eine reiche Architekturverkleidung.

Bildergalerie 1

Xanthos, Luftbild des Theaters.
Xanthos, Theater (Photo: M. Kocak, 2010).
Xanthos, Theater (Photo: M. Kocak, 2010).
Xanthos, Theater (Photo: M. Kocak, 2010).
Xanthos, Theater (Photo: M. Kocak, 2010).
Xanthos, Theater (Photo: M. Kocak, 2010).

Bildergalerie 2

Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)
Xanthos, Theater (Photo: Kurt Böhne)

Literatur

E. Petersen - F. von Luschan, Reisen in Lykien, Milyas und Kibyratien I (Wien 1889) 86.

P. Demargne, Türk Arkeoloji Dergisi 6,1, 1956, 43 f.

P. Demargne, Türk Arkeoloji Dergisi 7,1, 1957, 9 f. Abb. 3-5.

P. Demargne, Türk Arkeoloji Dergisi 8,1, 1958, 9 Abb. 3-4.

P. Demargne, Fasti Archeologichi 14, 1959, 132.

D. de Bernardi Ferrero, Teatri classici in Asia Minore, IV (Rom 1974) 27 Abb. 25; 28 Abb. 27; 85 Ab. 122; Taf. F.

J. und H. Wagner, Die türkische Südküste (Frankfurt/Wien 1977/78) 77 Abb. 11; Abb. 62.

G. E. Bean, Kleinasien 4. Lykien (Stuttgart 1980) 53.

C. Bayburtluoğlu, Lycie (Ankara o. J. [ca. 1981]) Abb. nach S. 56; S. 65 mit Lageplan.

J.Cl. Golvin, L'amphithéâtre romain. Essai sur la théorisation de sa forme et de ses fonctions, I-II (Paris 1988) 240.

P. Ciancio Rossetto/G. Pisani Sartorio (Hrsg.), Teatri greci e romani alle origini del linguaggio rappresentato, III (Rom 1994) 471 f.

R. G. Chase, Ancient Hellenistic and Roman Amphitheatres, Stadiums, and Theatres – the way they look now (Portsmouth, New Hamphshire 2002) 70 Abb.

M. C. Sturgeon, Dedications of Roman Theatres, in: CARIS: Essays in Honor of Sara A. Immerwahr, Hesperia Supplement 33 (Athen 2004) 423.

H. Brandt/F. Kolb, Lycia et Pamphylia. Orbis Provinciarum (Mainz 2005) 44 Abb. 42.

L. Cavalier, Architecture romaine d’Asie Mineure. Les monuments de Xanthos et leur ornementation. Scripta Antiqua 13 (Paris 2005) 45-88.

F. Sear, Roman Theatres. An Architectural Study. Oxford Monographs in Classical Archaeology (Oxford 2006) 380 Abb. 406.

H. Dodge, Amphitheatres in the Roman East, in: T. Wilmott (Hrsg.), Roman Amphitheatres and spectacula: a 21st-Century Perspective, Papers from an international conference held at Chester, 16th-18th February, 2007, BAR Int. Ser. 1946 (Oxford 2009) 40.

Xanthos, Panoramabild des Theaters (Photo: Kurt Böhne)

Veranstaltungen

Antipatreia:

Lit.: M. Wörrle, Stadt und Fest im kaiserzeitlichen Kleinasien. Studien zu einer agonistischen Stiftung aus Oinoanda. Vestigia 39 (München 1988) 243; H. Brandt/F. Kolb, Lycia et Pamphylia. Orbis Provinciarum (Mainz 2005) 111.

Fest der Leto:

Lit.: M. Wörrle, Stadt und Fest im kaiserzeitlichen Kleinasien. Studien zu einer agonistischen Stiftung aus Oinoanda. Vestigia 39 (München 1988) 242.

Rhomaia

Siehe auch Öffnet internen Link im aktuellen FensterLetoon, Öffnet internen Link im aktuellen FensterRomaia.

Lit.: Louis Robert, Catalogue agonistique des Romaia de Xanthos, Revue Archéologique 1978, 277-290. (Öffnet externen Link in neuem FensterJSTOR)

Gladiatorenkämpfe:

In welchem Rahmen die aus Xanthos erhaltenen Zeugnisse zu Gladiatorenkämpfen stattfanden, geht aus den Texten nicht eindeutig hervor.

Grabinschrift des Victor; TAM II 355 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

"Für den Öffnet externen Link in neuem Fenstersecutor Victor, Öffnet externen Link in neuem Fensterprimus palus.

Jetzt seht mich an, Vorübergehende, den Victor, den starken Öffnet externen Link in neuem Fenstersecutor, den alle Gegner auf dem Kampfplatz fürchteten, dessen Vaterland Libyen war. Nun birgt mich die Erde von Xanthos, die auxanische Ebene nach dem Beschluss der Schicksalsgöttinnen. Wanderer, spiele, lache, denk daran, dass auch du sterben musst.

Amazon hat den Altar zum Gedenken an ihren Mann Victor auf eigene Kosten aufgestellt. Wer ihn aber wegnimmt und (die Erde) aufgräbt, muss dem Fiscus 500 Denare bezahlen. Wanderer, sei gegrüßt." (Übers. nach Merkelbach - Stauner)

Lit.: H.A. Ormerod - E.S.G. Robinson, Journ. Hell. Studies 1914, 18 Nr. 26; J. Zingerle, ÖJh 30, 1937, Beiblatt 147 f.; L. Robert, Les gladiateurs dans l’Orient grec (Paris 1940; ND Amsterdam 1971) 145 f. Nr. 106; Michael J.D. Carter, The Presentation of Gladiatorial Spectacles in the Greek East: Roman Culture and Greek Identity, Diss. Hamilton 1999, 381 Nr. 430; M. Junkelmann, Das Spiel mit dem Tod. So kämpften Roms Gladiatoren (Mainz 2000) 31; Reinhold Merkelbach - Konrad Stauner, Steinepigramme aus dem griechischen Osten, 4, Die Südküste Kleinasiens, Syrien und Palästina (München - Leipzig 2002) 56 Nr. 17/10/05.

Grabaltar des Achilleus; TAM II 356 (Öffnet externen Link in neuem FensterPHI):

"Bei Gott. Fremder, bleib stehen, geh nicht an mir vorbei, bis du auf der Inschrift die vorhandene Schrift der Musen gesehen hast. Denn Euprepes wird sich nicht des Sieges über mich rühmen und kann mich Unseligen auch nicht betrüben, das kann er nicht. Als mich aber das Gespinnst der Schicksalsgöttinnen dazu geführt hat, in das Dunkel zu gehen, da hat es den Achilleus dazu gebracht, in die Stadt Xanthos zu fahren.

Panthia ihrem Gatten Achilleus, dem Öffnet externen Link in neuem Fensterprimus palus der Öffnet externen Link in neuem FensterMyrmillonen zum Gedenken, auf eigene Kosten. Wer aber die Basis wegrückt oder (die Erde) aufgräbt, muss der Stadt 2500 Denare bezahlen und dem Fiscus 1000 Denare." (Übers. nach Merkelbach - Stauner)

Der Text ist so zu verstehen, dass Euprepes den Achilleus tödlich getroffen hat, den Kampf aber auch selbst nicht überlebte. Dies deutet auf einen Kampfmodus sine missione, d.h. bis zum tödlichen Ende eines der Gladiatoren. Diese Kämpfe waren für den Veranstalter ausgesprochen teuer. Der Name Euprepes ist unter Gladiatoren nicht selten, vgl. den Öffnet externen Link in neuem Fensterprovocator Öffnet externen Link in neuem FensterEuprepes aus Öffnet externen Link in neuem FensterKyzikos oder jenen aus Mylasa. Zum Namen Achilleus vgl. den Öffnet externen Link in neuem Fensterretiarius Achilleus aus Marmaris oder den gleichnamigen Boxer aus Öffnet externen Link in neuem FensterAphrodisias.

Lit.: Rev. Arch. 1929/2, 38 f.; L. Robert, Les gladiateurs dans l’Orient grec (Paris 1940; ND Amsterdam 1971) 146 f. Nr. 107; Michael J.D. Carter, The Presentation of Gladiatorial Spectacles in the Greek East: Roman Culture and Greek Identity, Diss. Hamilton 1999, 381 Nr. 431; Reinhold Merkelbach - Konrad Stauner, Steinepigramme aus dem griechischen Osten, 4, Die Südküste Kleinasiens, Syrien und Palästina (München - Leipzig 2002) 57 Nr. 17/10/06.

Tauromachia, TAM II 287 Öffnet externen Link in neuem Fenster(PHI):

Lit.: L. Robert, Les gladiateurs dans l’Orient grec (Paris 1940; ND Amsterdam 1971) Nr. 105; Michael J.D. Carter, The Presentation of Gladiatorial Spectacles in the Greek East: Roman Culture and Greek Identity, Diss. Hamilton 1999, 381 Nr. 429; Ch. Schuler, Der archiereus Embromos aus Arykanda und seine Familie, in: T. Korkut (Hrsg.), Anadolu’da Doğdu. Festschrift für Fahri Işik (Istanbul 2004) 694.