Attischer Dichter der Neuen Komödie im 3. Jhs. v.Chr. Einige Werke, die allein unter dem Namen eines Apollodor überliefert wurden, sind in ihrer Zuschreibung an Apollodoros von Karystos oder seinen Namensvetter
A. von Gela unklar und werden hier unter
Apollodoros incerta aufgeführt.
Testimonia
Siegerliste der städtischen Dionysien; IG II2 2325 Z 73.
Anonymus, de comoedia
Athenaios XIV (664A) (
Perseus)
Canones comicorum
Suda α 3404 (Suda-online)
Ausgaben und Literatur
Th.
Kock, Comicorum Atticorum Fragmenta, III 2 (Leipzig 1888) 280-288.
R. Kassel - C. Austin (Hrsg.), Poetae Comici Graeci (PCG) II. Agathenor-Aristonymus (Berlin - New York 1991) 485-501.
Der Neue Pauly, I (1996) 857 s.v. Apollodoros Nr. 5 (H.G. Nesselrath).
Carlo Scardino, Die Neue Komödie, in: B. Zimmermann - A. Rengakos (Hrsg.), Die Literatur der klassischen und hellenistischen Zeit, Handbuch der griechischen Literatur der Antike, II (München 2014) 1091-1092.
weblinks
en.wikipedia.org/wiki/Apollodorus_of_Carystus
Werke
Anteuergeton
Ausgaben und Lit.:
Apoleipous
Ausgaben und Lit.:
Diabolos
Ausgaben und Lit.:
Γραμματειδιοποιός, Der Tafelmacher
(Kock fr. 6) Athenaios VII 13 (280d-e) (
Perseus):
„Ihr Menschen alle, warum lasst ihr euch die Lebenslust
entgehn und seid darauf bedacht, euch Schlechtes anzutun,
indem ihr Kriege miteinander führt? Ja, bei den Göttern, lenkt
denn unser Leben jetzt ein willkürlich Geschick,
das keine Bildung je genossen hat
und überhaupt nicht weiß, was denn das Schlechte oder was
das Gute ist, das irgendwie
uns laufen lässt, wie es der Zufall will?
So kommt mir's vor. Denn welche Fügung echter griechischer
Gesinnung hätte es wohl gern gesehn,
wie sie von ihresgleichen hingestreckt und tot zu Boden gehn,
wo sie doch fröhlich scherzend, leicht beschwipst
die Klänge des Aulos vernehmen könnten. Sag' es selbst, du liebster Schatz,
und finde es heraus, dass unsre Schicksalsgöttin unerfahren ist.
...
A: Ist's dieses Leben nicht, das man in Wahrheit erst
das Götter-Leben nennt? Um wieviel angenehmer wäre wohl
die Lage in den Städten, als sie heutzutage ist,
wenn wir das Leben nach ganz andrer Art gestalteten!
Dass die Athener unter dreißig alle trinken und
die Ritter frisch bekränzt, mit Myrthen-Öl
gesalbt vor Tagesanbruch weg
nach Korinthos zum Gelage ziehn,
dass die in Megara, die Kohl verkaufen, ihn auch kochen und
dass die Verbündeten sich wegbegeben - in das Bad
sowie den Wein Euboier mischen. - B: Das ist Üppigkeit
das wahre Leben! - A: Aber wir sind einem Schicksal unterworfen, das
davon nichts weiß.” (Übers. nach Claus Friedrich)
Ausgaben und Lit.:
Hekyra
Ausgaben und Lit.: PCG II 491-494 Fr. 8-14; E. Lefèvre, Terenz' und Apollodoros' Hecyra, Zetemata, 101 (München 1999)
Himatiopolis
Ausgaben und Lit.:
