Hermippos lebte im Athen des 5. Jhs. v.Chr. und war Dichter der
Alten Komödie. Er war Bruder des
Myrtilos, eines weiteren Komödiendichters. Seine Werke sind allein in Fragmenten erhalten, von 40 an der Zahl wird in der Suda berichtet, 11 Titel werden ihm heute zugeschrieben. 435/36 siegte er zum ersten Mal bei den Dionysien, später noch 4 mal an den Lenäen.
Testimonia
IG II2 2318.
Siegerliste der Lenäen; IG II2 2325.
Plutarch, Perikles 32.
Suda ε 3044:
Ἕρμιππος, Ἀθηναῖος, κωμικὸς τῆς ἀρχαίας κωμῳδίας, ἑτερόφθαλμος: ἀδελφὸς δὲ Μυρτίλου τοῦ κωμικοῦ, δράματα διδάξας μ#
„Hermippos, Athener, Komödiendichter der Alten Komödie, der Einäugige. Bruder des Komödiendichters
Myrtilos, führte 40 Stücke auf."
Literatur und Ausgaben
Th. Kock, Comicorum Atticorum fragmenta, I (Leipzig 1880) 224–253.
A. Meineke, Fragmenta comicorum graecorum, I (Berlin 1839) 90-99.
RE VIII (Stuttgart 1912) 844 s.v. Hermippos Nr. 5 (Alfred Körte) (
Wikisource)
C. Austin - R. Kassel (Hrsg.), Poetae Comici Graeci, V () 561-604.
B. Zimmermann (Hrsg.), Handbuch der griechischen Literatur der Antike, I. Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit (München 2011) 739–741.
Werke

- Darstellung der Geburt der Athena aus dem Kopf des Zeus. Links von ihnen Hephaistos und Poseidon, rechts Eileithyia und Artemis; rotfigurige Pelike, 460/450 v.Chr.; FO: Vulci; AO: London Brit. Mus. 1849,0620.14
Ἀϑηνᾶς γοναί, Die Geburt der Athena
Suda ε 100.
Suda α 2494.
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 224 fr. 1-227 fr. 7. Zum Mythos:
W.H. Roscher (Hrsg.), Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, I 1 (Leipzig 1886) 675-676 s.v. Athene (Furtwängler); R. Schneider, Die Geburt der Athena (Wien 1880); S. Kauer, Die Geburt der Athena im altgriechischen Epos (Würzburg 1959); F. Brommer, Die Geburt der Athena, Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentral-Museums Mainz 8, 1961.
Liste von mythologischen Darstellungen:
koinonia.kerkwinkel
Darstellung:
Ἀρτοπώλιδες, Brotverkäufer
Suda α 217.
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 227 fr. 8-228 fr. 13.
Δημόται, Bürger
Suda λ 297.
Suda ο 978.
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 228 fr. 14-230 fr. 23.
Εὐρώπη, Europa
Suda ρ 21.
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 230 fr. 24.
Θεοί, Götter
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 230 fr. 25-233 fr. 34.
Ἰάμβοι, Jamben
Ausgaben und Lit.: Kock, CAF I 245
fr. 68-248 fr. 75.
Κέρκωπες, Die Kerkopen
Athenaios XII 75 (551A).
Suda λ 278.
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 233 fr. 35-235 fr. 40.
Μοίραι, Die Moiren
(Kock 46) Plutarch, Perikles 33:
„Von vielen Seiten drängten sie auf ihn ein, die Freunde mit Bitten, die Feinde mit Drohungen und Anklagen, es gingen
Chöre um, die Spottlieder sangen und ihn als Feigling verhöhnten, dessen Feldherrnkunst darin bestehe, das Staatswesen an die Feinde auszuliefern. Auch Kleon trat schon gegen ihn auf und benutzte den Zorn der Bürger, um sich den Weg zum Anführer der Masse zu bahnen. Die Anapäste des Dichters Hermippos geben beredtes Zeugnis dafür:
'Du König der Satyrn, warum nur willst
Du die Lanze nicht schwingen, dieweil du so schön
Und trefflich vom Krieg doch zu reden verstehst?
Du bist so feige wie Teles!
Und schleift man am Wetzstein das blanke Schwert,
So klappern dir gleich die Zähne im Mund,
Trotz aller Bisse des Kleon!'" (Übers. K. Ziegler)
(Kock 41) Athenaios X 12 (418D) (
Perseus)
(Kock 43) Athenaios XI (476D) (
Perseus)
(Kock 44) Athenaios XI 70 (486A) (
Perseus)
(Kock 45) Athenaios VIII 33 (344C-D) (
Perseus)
„Hermippos erwähnt in den Moiren den Tragödiendichter
Nothippos und sagt von ihm:
'Wenn die Menschen jetzt in eine solche Lage kämen, dass sie kämpfen müßten,
und es würde sie ein großer, gut gebratener Rochen führen und auch eine Schweinerippe,
sollten alle anderen zu Hause bleiben und den
Nothippos als Freiwilligen schicken;
denn der hätte einzig und allein die ganze Peloponnes sich gierig einverleibt.'
Telekleides bezeugt in den '
Hesiodoi' daß damit dieser Dichter gemeint ist.” (übers. Claus Friedrich)
(Kock 47) Athenaios XV (668A) (
Perseus)
(Kock 42) Schol. Aristoph. ran 320
Suda ι 15:
... γέγονε δὲ καὶ ἕτερος, κωμῳδούμενος ἐπὶ μεγέθει. ̔́Ερμιππος ἐν Μοίραις: μείζων γὰρ ἠ̂ν. νυ̂ν δ' ἔστι καὶ δοκει̂ δή μοι, ἐάν τις ἐπιδιδῳ̂ τη̂ς ἡμέρας, μείζων ἔσται Διαγόρου του̂ Τερθρέως.
„... Es gab auch einen weiteren (Diagoras), der wegen seiner Dicke verspottet wurde: Hermippos dichtete in den Moiren: «dicker als er jetzt ist. Und in der Tat scheint es mir, dass er, wenn man am Tag etwas hinzugibt, er noch dicker als Diagoras, der Sohn des Terthreus ist.» ”
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 235 fr. 41-239 fr. 49; Gregory Jones, Perikles and the Sexual Politics of Hermippos' Morai: A New Interpretation of Fr. 47, The Classical Journal 106(3), 2011, 273-293 (
academia.edu). Zu Diagoras: RE V (Stuttgart 1903) 310-311 s.v. Diagoras Nr. 2 (Eduard Wellmann) (
Wikisource)
Στρατιώται, Soldaten
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 239 fr. 50-242 fr. 60.
Φορμοϕόροι, Die Mattenträgerinnen
Suda α 2977.
Ausgaben und Lit.:
Kock, CAF I 242 fr. 61-245 fr. 67.
