Morsimos war ein athenischer Tragödiendichter, Großneffe des
Aischylos, Sohn des
Philokles und Vater von
Astydamas dem Älteren. Obwohl er auf diese Weise Mitglied einer angesehen Dichterfamilie war, wurde er bei
Aristophanes arg verspottet und dieses negative Urteil auch im Lexikon der Suda tradiert. Er war ferner Augenarzt.
Testimonia
Aristophanes, Frieden 802.
Aristophanes, Frösche 151:
„DIONYSOS: ... Mach mir keine Angst.
Du schreckst mich doch nicht ab!
HERAKLES: Dann Moor und Sumpf,
Und Seen von Menschenkot, darin sich wälzt,
Wer je das Gastrecht frevlerisch verletzt,
Wer einen Knaben braucht und nicht bezahlt,
Die Mutter prügelt und ins Angesicht
Den Vater schlägt, wer einen Meineid schwört,
Und - abschreibt einen Vers von Morsimos.
DIONYSOS: Bei Gott, da muss auch ich hin, wer je gelernt
Ein
Waffenlied von Kinesias!”
Aristophanes, Ritter 401.
Suda μ 457. 1260-1262.
Suda α 4265.
Suda γ 392.
Suda ε 358.
Suda φ 378
Suda ψ 176.
Ausgaben und Literatur
Dana Ferrin Sutton, The Theatrical Families of Athens, The American Journal of Philology 108, 1, 1987, 9-26.
