Alexandros war Sohn des Satyros und der Stratokleia und stammte aus
Pleuron in Aitolien, daher sein Beiname ὁ Αἰτωλός zur Unterscheidung von gleichnamigen anderen Dichtern. Er wurde um 315 v.Chr. geboren und lebte später in
Alexandria, wo er im Auftrage des Ptolemaios Philadelphos als Bibliothekbeamter mit der Ordnung der Tragödien und Satyrdramen beschäftigt war. Danach lebte er am Hof des Antigonos Gonatas in Makedonien.
Zu seiner bibliothekarischen Tätigkeit empfahl ihn wohl sein Ruf als tragischer Dichter, der ihm auch die Aufnahme in die Πλειάς verschaffte: So nannte man nach Analogie der Pleiaden-Sterne die 7 sprachlich herausragendsten Dichter der griechischen Antike, ein Verzeichnis, das von
Aristophanes von Byzanz und
Aristarch von Samothrake etabliert worden war. Beide waren Leiter der berühmten Bibliothek von Alexandria. Zu dieser Liste gehörten außerdem
Homer aus Byzanz,
Lykophron aus Chalkis,
Phili(s)kos aus Kerkyra,
Sosiphanes,
Sositheos und
Dionysiades oder Aiantides.
Testimonia
Polemon, frgmt. 45 Pr.: ὁ τραγῳδοδιδάσκαλος,
Suda α1127.
Suda Schol. Hephaistion. p. 182 West.
Ritschl, opusc. I 124. 199,206.
Vita Arat III p. 58 (West)
Ausgaben und Literatur
Aloys Capellmann, Alexandri Aetoli fragmenta collecta et illustrata (Bonn 1830)
August Meineke, Analecta Alexandrina (Berlin 1843) 214-253
RE I 2 (Stuttgart 1894) 1447-1448 s.v. Alexandros Nr. 84 (Georg Knaack) (
wikisource)
J.U. Powell, Collectanea Alexandrina. reliquiae minores poetarum Graecorum aetatis Ptolemaicae, 323-146 A.C., epicorum, elegiacorum, lyricorum, ethicorum (Oxford 1925; ND Chicago 1981)
weblinks:
wikipedia
Werke
Ἀστραγαλισταί, Die Würfelspielerinnen
Das Stück scheint die Jugendgeschichte des Patroklos behandelt zu haben.
Ausgaben und Lit.: A. Meineke, An. Alex. 217; Nauck FTG² 817; K. Schenkl, Wiener Stud. X 327.
